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Geopolitische Risiken halten die Märkte in Atem 21/08/2026

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Geopolitische Risiken halten die Märkte in Atem 21/08/2026

Marktüberblick

Die US-Aktienmärkte gaben am Donnerstag deutlich nach, da die Anleiherenditen ihren Anstieg fortsetzten. Dies schürte Sorgen, dass anhaltend hohe Finanzierungskosten trotz des ausgeweiteten Schuldenrückkaufprogramms des US-Finanzministeriums zu einem wachsenden Hindernis für die Aktienrally werden könnten.

Der Dow Jones Industrial Average verlor 704 Punkte bzw. 1.3% auf 52,759.21, belastet durch einen Rückgang von 9% bei Walmart (WMT). Der S&P 500 fiel um 0.9% auf 7,641.16, während der Nasdaq Composite 1% verlor und bei 26,067.17 schloss.

Die Anleiherenditen zogen erneut an: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um mehr als 5 Basispunkte auf 4.70%, während die Rendite 30-jähriger Anleihen auf 5.25% kletterte. Der erneute Anstieg erfolgte trotz der Bemühungen des Finanzministeriums, die Liquidität durch größere Käufe länger laufender Staatsanleihen zu stützen, was Zweifel daran aufkommen lässt, ob das Programm dauerhaft Entlastung bringen kann.

Öl sorgte für zusätzlichen Druck, da die Preise inmitten eskalierender Spannungen zwischen Washington und Teheran stiegen. Präsident Donald Trump drohte mit einer großangelegten neuen Wirtschaftskampagne gegen Iran, wodurch geopolitische Risiken und Risiken für die Energieversorgung weiterhin im Fokus stehen.

Der Wirtschaftskalender für Freitag ist relativ dünn besetzt, sodass den Märkten weniger bedeutende Impulse zur Verfügung stehen. Der Flash-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sowie Preisdaten werden die wichtigsten Veröffentlichungen sein, während Anleger vor dem Wochenende weiterhin die Anleiherenditen, Ölpreise und geopolitischen Entwicklungen im Blick behalten.

Ausverkauf bei Staatsanleihen kehrt trotz Rückkaufprogramm zurück

Die kurze Erholung am US-Anleihemarkt erwies sich am Donnerstag als von kurzer Dauer, da die Renditen langfristiger Staatsanleihen trotz des ausgeweiteten Schuldenrückkaufprogramms des Finanzministeriums erneut anstiegen.

Die zehnjährige Rendite stieg um rund 5 Basispunkte auf 4.69%, während die Rendite 30-jähriger Anleihen wieder über 5.25% kletterte und damit nahe ihrem höchsten Stand seit 2007 lag. Der erneute Anstieg erfolgte, während die US-Staatsverschuldung die Marke von 40 Billionen US-Dollar erreichte und Anleger weiterhin eine höhere Entschädigung für Inflation, Haushaltsrisiken und die hohe staatliche Kreditaufnahme forderten.

Öl bleibt ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Die Brent-Rohölpreise stiegen auf über 93 US-Dollar pro Barrel, da der Konflikt zwischen den USA und Iran in seinen sechsten Monat ging, wodurch Energiekosten und Inflationserwartungen erhöht blieben. Analysten zufolge üben die steigenden Rohölpreise derzeit mehr Druck auf die Renditen aus als Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Rückkaufstrategie von Finanzminister Scott Bessent.

Auch das umfassendere Angebotsbild wird zunehmend anspruchsvoller. Anleger stellen sich auf potenziell rund 200 Milliarden US-Dollar an Unternehmensanleihe-Emissionen im September ein, von denen ein Großteil mit der Finanzierung des KI-Rechenzentrenausbaus durch Hyperscaler zusammenhängt. Dieses zusätzliche Angebot könnte mit Staatsanleihen um das Kapital der Anleger konkurrieren und die Finanzierungskosten hoch halten.

Der Druck ist auch auf die Aktienmärkte übergeschwappt: S&P 500 (SPX), Nasdaq Composite (COMP) und Dow (DJIA) liegen auf Wochensicht allesamt im Minus. Unterdessen haben gold (GC00) und bitcoin (BTCUSD) neue Nachfrage angezogen, da einige Anleger ihr traditionelles Engagement in Staatsanleihen überdenken.

Vorerst sehen Analysten nur begrenzten Spielraum für einen nachhaltigen Rückgang der langfristigen Renditen, sofern sich die Inflation nicht deutlicher abkühlt, das Wirtschaftswachstum nicht nachlässt oder sich der Arbeitsmarkt nicht verschlechtert.

Aktien in Bewegung

  • Walmart (WMT): Die Aktie brach um 9% ein, nachdem der Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen übertraf, das vergleichbare Umsatzwachstum von 2.6% jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Auch der Ausblick für das dritte Quartal und das Gesamtjahr lag unter den Prognosen der Wall Street.
  • Deere (DE): Die Aktie sprang um fast 9%, nachdem Gewinn und Umsatz im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen deutlich übertrafen. Das Unternehmen hob zudem die untere Spanne seiner Prognose für den Jahresnettogewinn an.
  • Webull (BULL): Die Aktie legte um mehr als 4% zu, nachdem sowohl das bereinigte operative Ergebnis als auch der Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen übertrafen, was auf eine stärkere Profitabilität und Handelsaktivität hindeutet.
  • Krypto-Aktien — Coinbase (COIN), Strategy (MSTR), Circle Internet (CRCL), Mara Holdings (MARA), American Bitcoin (ABTC): Die Aktien legten parallel zu bitcoin und ether zu, nachdem Präsident Donald Trump den Kongress dazu drängte, kryptofreundliche Gesetze voranzubringen. Coinbase, Strategy und Circle gewannen rund 8%, Mara sprang um 12% und American Bitcoin legte um 7% zu.

Watchlist: MRNA, WMT, SNDK, XOM, COIN, MSTR, BJ, BKE, AAPL, MSFT

Wichtige Wirtschaftsdaten heute

Wirtschaftsdaten (EST)

  • 9:45 Uhr — USD Flash-Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe
  • 9:45 Uhr — USD Flash-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor

Unternehmenszahlen

Vor Börsenöffnung: KE Holdings (BEKE), BJ’s Wholesale (BJ), Buckle Inc. (BKE)

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