CPI-Daten geben den Ton für den Wochenschluss vor 11/09/2026

Marktüberblick
US-Aktien fielen am Donnerstag den vierten Handelstag in Folge, nachdem der Ölpreis über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen war. Dies verstärkte die Sorge, dass der anhaltende Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Inflation hochhalten und den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve erschweren könnte.
Der Dow Jones Industrial Average verlor 317 Punkte bzw. 0,6 % auf 52.064,10 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,6 % auf 7.591,70 Punkte nach, während der Nasdaq Composite 0,7 % einbüßte.
Öl blieb der bestimmende Faktor für die Marktstimmung. Die Sorte West Texas Intermediate sprang um 6,7 % und schloss bei 102,48 Dollar je Barrel, da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran in seinen siebten Monat ging und die Sorge vor weiteren Störungen der Energieversorgung im Nahen Osten zunahm.
Der Ölpreisanstieg schlug auch auf den Anleihemarkt durch und trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen über 4,95 % — den höchsten Stand seit Oktober 2023 —, da Anleger das Risiko einpreisten, dass höhere Energiekosten die Inflation hartnäckig hoch halten könnten.
Der Technologiesektor zeigte trotz des breiteren Ausverkaufs vereinzelt Stärke. Alphabet (GOOGL) und Microsoft (MSFT) schlossen leicht im Plus, während Apple (AAPL) nach der Markteinführung seines ersten faltbaren iPhones um 3,6 % zulegte.
Die Inflationsdaten vom Donnerstag trugen kaum zur Beruhigung bei. Die Erzeugerpreise stiegen im August gegenüber dem Vormonat um 0,4 % und gegenüber dem Vorjahr um 5,4 %, was den Fokus des Marktes auf den anhaltenden Preisdruck weiter verstärkte.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Verbraucherpreisindex am Freitag, den letzten wichtigen Inflationstest vor der Sitzung der Federal Reserve in der kommenden Woche. Der CPI-Wert könnte entscheidend dafür sein, ob die Notenbank die Zinsen unverändert lässt oder eine weitere Erhöhung vornimmt.
Oracle übertrifft Erwartungen bei beschleunigtem Wachstum der KI-Cloud
Die Aktien von Oracle (ORCL) stiegen im nachbörslichen Handel am Donnerstag um rund 4 %, nachdem der Softwarekonzern die Quartalserwartungen übertroffen und signalisiert hatte, dass sich das Wachstum angesichts der weiter steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur noch beschleunigen könnte.
Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal stieg im Jahresvergleich um fast 30 % auf 19,35 Milliarden Dollar und lag damit über dem Konsens von 19,14 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 1,92 Dollar und übertraf damit die erwarteten 1,74 Dollar deutlich.
Der Cloud-Bereich stach besonders hervor. Der Cloud-Umsatz sprang um 62 % auf 11,61 Milliarden Dollar, während sich der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur auf 7,4 Milliarden Dollar mehr als verdoppelte — beide Werte übertrafen die Prognosen der Wall Street. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen erreichten 664 Milliarden Dollar und lagen damit ebenfalls deutlich über den Erwartungen, nachdem Oracle im Quartal zusätzliche KI-Verträge im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar abgeschlossen hatte.
Das Wachstum könnte sich weiter beschleunigen. Oracle rechnet im zweiten Geschäftsquartal mit einem Umsatzanstieg von 30 % bis 34 % sowie einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,85 bis 1,93 Dollar.
Die KI-Expansion ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Investitionsausgaben stiegen von 8,5 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 28,5 Milliarden Dollar, während der freie Cashflow auf minus 5,4 Milliarden Dollar fiel und die Gesamtverschuldung angesichts des rasanten Ausbaus der Rechenzentrumskapazitäten 125 Milliarden Dollar erreichte.
Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Oracle nun mit einem Umsatz von mindestens 90 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 8,10 Dollar, leicht über den Schätzungen der Wall Street.
Trotz des starken Quartals lag die Oracle-Aktie bis zum Handelsschluss am Donnerstag im laufenden Jahr rund 22 % im Minus, sodass Anleger weiterhin die Frage im Blick behalten, ob das rasante, KI-getriebene Cloud-Wachstum die aggressiven Infrastrukturausgaben des Unternehmens letztlich rechtfertigen kann.
Aktien in Bewegung
- Oracle (ORCL): Die Aktie stieg um mehr als 4 %, nachdem der Softwarekonzern die Erwartungen für das erste Geschäftsquartal übertroffen hatte. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,92 Dollar bei einem Umsatz von 19,35 Milliarden Dollar, während sich der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur auf 7,4 Milliarden Dollar mehr als verdoppelte und damit ebenfalls die Prognosen übertraf.
- Adobe (ADBE): Die Aktie gab um 2 % nach, nachdem das Softwareunternehmen einen Ausblick für das laufende Quartal vorgelegt hatte, der weitgehend den Erwartungen der Wall Street entsprach. Adobe rechnet mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 6,30 bis 6,35 Dollar bei einem Umsatz von 6,80 bis 6,85 Milliarden Dollar.
- Copart (CPRT): Die Aktie sprang um fast 8 %, nachdem der Umsatz im vierten Quartal mit 1,15 Milliarden Dollar knapp über den Erwartungen lag. Der Fahrzeugauktionator einigte sich zudem auf die Übernahme des digitalen Automarktplatzes ACV in einem auf rund 1,9 Milliarden Dollar geschätzten Deal.
- RH (RH): Die Aktie legte um 6 % zu, nachdem der Umsatz im zweiten Quartal mit 922 Millionen Dollar die Schätzungen übertroffen hatte. Der Möbel- und Einrichtungshändler prognostizierte zudem für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von 5,5 % bis 7 %, wobei der Mittelwert über den Erwartungen der Wall Street liegt.
Watchlist: ORCL, ADBE, CPRT, DOCU, RH, USO, MSTR, AMD, AAPL, TSLA, SPCX, KR
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