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Apple und Amazon dominieren den Earnings-Tag am 31.07.2026

4 min Lesedauer

Apple und Amazon dominieren den Earnings-Tag am 31.07.2026

Marktüberblick

Die US-Aktienmärkte erlitten am Mittwoch einen breiten Ausverkauf, da die Entscheidung der Federal Reserve, die Zinsen unverändert zu lassen, steigende Anleiherenditen und neu aufflammende Spannungen im Nahen Osten die Stimmung belasteten. Der Dow Jones Industrial Average stürzte um 1,153 Punkte bzw. 2.2% ab und verzeichnete damit seine schlechteste Sitzung seit April 2025. Der S&P 500 fiel um 1.5%, während der Nasdaq Composite um 1.7% nachgab und mehr als 10% unter seinem Tageshöchststand schloss.

Die Fed beließ die Zinsen unverändert, obwohl drei Notenbanker für eine Erhöhung stimmten. Fed-Chef Kevin Warsh schlug einen restriktiven Ton an, doch der Anleihemarkt blieb unbeeindruckt und trieb die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 7 Basispunkte auf über 4.67% nach oben. Die Inflationssorgen verschärften sich, nachdem die Ölpreise anzogen, als Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden auf die überraschenden Angriffe des Iran auf amerikanische Truppen im Nahen Osten entschlossen reagieren. Der Preis für West Texas Intermediate sprang um mehr als 6% und schloss bei $84.46 pro Barrel.

Die Quartalszahlen der Big-Tech-Konzerne lösten nach Handelsschluss sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Meta Platforms (META) fiel um 7%, nachdem der Umsatzausblick schwächer als erwartet ausfiel, während Microsoft (MSFT) um 8% zulegte, da das beschleunigte Azure-Wachstum das Vertrauen in die KI-Strategie stärkte. Der Kalender für Donnerstag umfasst die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie den Inflationsbericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Juni — und auch die Berichtssaison bleibt intensiv: Bristol-Myers Squibb (BMY) legt vor Handelsbeginn Zahlen vor, gefolgt von Amazon (AMZN), Apple (AAPL) und Coinbase (COIN) nach Handelsschluss.

Uneinigkeit in der Fed vertieft sich

Die Federal Reserve beließ die Zinsen am Mittwoch wie weithin erwartet unverändert, doch die Sitzung offenbarte wachsende Meinungsverschiedenheiten unter den Entscheidungsträgern und gab Anlegern wenig Klarheit darüber, wie es weitergeht. Drei regionale Fed-Präsidenten — Lorie Logan, Neel Kashkari und Beth Hammack — stimmten für eine Zinserhöhung um einen Viertelpunkt. Fed-Chef Kevin Warsh begrüßte die Uneinigkeit und bezeichnete sie als gesunden „Familienstreit“ und Teil eines offeneren Entscheidungsprozesses.

Abgesehen von der Aufschlüsselung der abweichenden Stimmen blieb die geldpolitische Erklärung der Fed weitgehend unverändert und ungewöhnlich knapp. Warsh verteidigte die begrenzten Hinweise mit dem Argument, dass sich die Entscheidungsträger in einem unsicheren Umfeld auf die aktuelle Lage konzentrieren sollten, statt einen präzisen Kurs zu signalisieren. Zudem bekräftigte er das Bekenntnis der Fed, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, warnte aber zugleich, dass dieser Prozess Zeit brauche und es keine schnelle Lösung gebe.

Die Anleihemärkte zeigten sich weniger überzeugt. Die Renditen längerfristiger US-Staatsanleihen stiegen kräftig, wobei die Rendite 30-jähriger Anleihen den höchsten Stand seit 2007 erreichte — ein Hinweis darauf, dass Anleger weiterhin besorgt sind, die Inflation könnte erhöht bleiben. Warsh gab zudem kaum Hinweise auf September und machte die nächste Entscheidung von eingehenden Inflationsdaten, dem Wirtschaftswachstum und der Entwicklung an den Energiemärkten abhängig.

Aktien in Bewegung

  • Meta Platforms (META): Die Aktie fiel um fast 10%, nachdem der Quartalsgewinn von $6.18 je Aktie die Schätzungen um $1.04 verfehlte. Das Unternehmen prognostizierte zudem einen Umsatz von $61 Milliarden bis $64 Milliarden für das dritte Quartal, wobei das untere Ende der Spanne unter den Erwartungen lag.
  • Microsoft (MSFT): Die Aktie legte um rund 3% zu, nachdem der Quartalsumsatz von $90.01 Milliarden die Prognosen übertraf. Azure wuchs währungsbereinigt um 43% und übertraf damit die Erwartungen, während der jährliche Azure-Umsatz erstmals die Marke von $100 Milliarden überschritt.
  • Starbucks (SBUX): Die Aktie sprang um 5%, nachdem die Kaffeekette ihren Jahresausblick angehoben und ein Wachstum der vergleichbaren Filialumsätze von 7.9% gemeldet hatte. Auch der bereinigte Gewinn und Umsatz übertrafen die Schätzungen der Wall Street.
  • Carvana (CVNA): Die Aktie brach um 14% ein, nachdem der Online-Gebrauchtwagenhändler eine Gewinnprognose für das Gesamtjahr von $2.7 Milliarden bis $3 Milliarden abgab, die unter mehreren Wall-Street-Schätzungen lag.
  • Chipotle Mexican Grill (CMG): Die Aktie stieg um 3%, nachdem Quartalsgewinn und -umsatz die Erwartungen übertrafen. Das Unternehmen hob zudem seinen Jahresausblick für die vergleichbaren Filialumsätze auf ein niedriges einstelliges Wachstum an, nachdem zuvor stagnierende Umsätze prognostiziert worden waren.

Watchlist: META, MSFT, CVNA, FTNT, SBUX, MU, LRCX, CMG, HOOD

Wichtige Wirtschaftstermine heute

Wirtschaftsdaten (EST)

  • 8:30 AM — USD Vorläufiges BIP
  • 8:30 AM — USD Kern-PCE-Preisindex
  • 8:30 AM — USD Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 10:30 AM — USD Erdgaslagerbestände

Quartalszahlen

Vor Börsenöffnung: Mastercard Inc. (MA), Shell PLC (SHEL), Anheuser-Busch (BUD), Bristol-Myers Squibb (BMY), Altria Group (MO), Ferrari (RACE), Valero Energy (VLO)

Nach Börsenschluss: Apple Inc. (AAPL), Amazon.com (AMZN)

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