Soft-Landing-Test: Mehr als nur der VPI 07/10/2024

Heiße Themen des Tages 07.10.2024.
Aktien in Bewegung:
- Die Aktie von CVS Health (CVS) stieg um 2,7 %, nachdem Berichten zufolge der Vorstand eine strategische Überprüfung durchführt, die möglicherweise eine Aufspaltung der Einzelhandelsapotheken- und Versicherungssparte zur Folge hat. Das Unternehmen kämpft unter anderem mit höher als erwarteten medizinischen Kosten in seiner Versicherungssparte.
- Die Aktie von Zim Integrated Shipping Services (ZIM) fiel um 12,6 %, nachdem eine vorläufige Einigung zur Beendigung des US-Hafenstreiks erzielt wurde. Auch andere Reedereiaktien wie Maersk gaben nach, mit einem Rückgang von 5 %.
- Die Aktie von Rivian Automotive (RIVN) fiel um 3,1 %, nachdem das Unternehmen seine Produktionsprognose für 2024 auf 47.000 bis 49.000 Fahrzeuge gesenkt hatte, gegenüber der vorherigen Schätzung von 57.000 – als Grund wurde ein Lieferengpass genannt. Diese Anpassung nährt Bedenken hinsichtlich der künftigen Aussichten des Unternehmens und seiner Fähigkeit, die Nachfrage zu bedienen. Die zentrale Frage ist, ob Rivian das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen und seinen Wachstumskurs stabilisieren kann.
Als Nächstes beim Öl:
- Rohöl legte in der vergangenen Woche um 9 % zu, getrieben von der eskalierenden Lage im Nahen Osten. Trader wetten auf Öl bei 100 US-Dollar. Israels Ankündigung, sich am Iran zu rächen, hat die Angst vor einer erheblichen Angebotsstörung geschürt, da der Iran über drei Millionen Barrel pro Tag fördert.
- Experten warnen, dass eine weitere Eskalation die Ölpreise deutlich in die Höhe treiben und globale Märkte erheblich stören könnte. Exxon und Chevron, mit begrenztem Engagement im Nahen Osten, gelten als Profiteure, wobei die Exxon-Aktie ein Allzeithoch erreichte. Die Wall Street beobachtet aufmerksam eine mögliche Schließung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Öltransportroute, die die Ölpreise in die Höhe treiben und die Inflation anheizen könnte. Goldman Sachs schätzt, dass der Brent-Ölpreis bei anhaltenden Störungen ohne OPEC-Eingreifen auf etwa 90 bis 95 US-Dollar steigen könnte.
Watchlist für heute: XOM, NVDA, SMCI, PLTR, PINS, ZIM, CVS, RIVN
US-Vorbörse & Handelsgeschehen heute:
- Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum legten am Montag größtenteils zu, angeführt vom japanischen Nikkei 225, der um fast 2 % stieg, da Investoren eine Reihe von Zinsentscheidungen der Notenbanken in der Region erwarten. Finanz- und zyklische Konsumwerte trieben die Gewinne am Nikkei an, wobei bedeutende Werte wie Mizuho Financial Group und Mitsubishi UFJ Financial Group zu den Top-Performern zählten. Auch die europäischen Märkte stehen vor einem soliden Wochenstart, gestützt von der Dynamik aus Asien über Nacht und der Rally an der Wall Street am vergangenen Freitag.
- Während die Aktienfutures am Sonntag ruhig blieben, warnten Analysten, dass die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl und mögliche „Oktoberüberraschungen“ die Marktvolatilität erhöhen könnten. Zu den wichtigen Wirtschaftsereignissen dieser Woche zählen das Sitzungsprotokoll der Federal Reserve am Mittwoch, der Verbraucherpreisindex am Donnerstag sowie die Geschäftszahlen von Delta Air Lines und JPMorgan Chase.
Bitcoin
- Warum fiel Bitcoin in der vergangenen Woche um über 6 %? Steigende Spannungen zwischen Iran und Israel sowie eine sinkende institutionelle Nachfrage befeuerten den Ausverkauf. US-Bitcoin-ETFs verzeichneten Abflüsse von 288 Millionen US-Dollar, was auf ein nachlassendes Interesse großer Investoren hindeutet. Könnten geopolitische Konflikte Bitcoin noch weiter nach unten drücken? Manche Analysten warnen vor einem möglichen Rückgang auf 55.000 US-Dollar, falls sich die Spannungen weiter zuspitzen, doch die Bitcoin-Bullen halten an einem kritischen Unterstützungsniveau fest. Trotz des Rückgangs versucht sich Bitcoin bei rund 60.000 US-Dollar zu stabilisieren, wobei technische Indikatoren auf eine mögliche Erholung hindeuten, sollte ein Widerstand durchbrochen werden. Watchlist: Bitcoin: 60 148-66 510, Ethereum: 2402-2736, Solana: 142.10 -162.50
Devisenmarkt
- Der US-Dollar erlebte eine turbulente Woche: Der Dollar-Index (DXY) stieg fünf Tage in Folge – die längste Serie seit April. Diese Rally kehrte vier Wochen mit Rückgängen um, in denen der Index unter den 200-Wochen-Durchschnitt bei 100,56 gefallen war. Der DXY stieg auf ein Zweimonatshoch und überschritt dabei die Marke von 102,00.
- Das Pfund Sterling setzte seine Korrektur gegenüber dem US-Dollar fort und fiel nach einem 30-Monats-Hoch unter die Marke von 1,3100. Belastet durch einen stärkeren US-Dollar und taubenhafte Erwartungen an die Bank of England verlor GBP/USD in der vergangenen Woche fast 300 Pips.
- USD/JPY legte um über 1 % zu, nachdem in den USA 254.000 neue Stellen geschaffen wurden, was die Renditen von US-Staatsanleihen beflügelte. Die Bullen richten den Blick auf einen Durchbruch über 149,39 und 150,00, mit Widerstand am 200-Tage-Durchschnitt bei 151,06. Unterstützung liegt bei 148,00, und der untere Rand der Ichimoku-Wolke befindet sich bei etwa 146,90-147,00. Das Paar notiert bei 148,73, getrieben vom starken Arbeitsmarktbericht und steigenden Renditen. Whatchlits: EUR/USD: 1.1046-1.1215, USD/JPY: 141.65-146.60
Grundstoffe
- Gold verlor diese Woche seine bullische Dynamik, nachdem zuvor ein Rekordhoch erreicht worden war, da der starke US-Dollar die Nachfrage nach dem sicheren Hafen ausglich. Trotz der Stärke des USD zählen die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die bevorstehenden US-Inflationsdaten zu den entscheidenden Faktoren, die Golds Entwicklung in der kommenden Woche beeinflussen könnten. Aufgrund der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten fiel Gold am Montag zunächst um 1 %, erholte sich jedoch bis Dienstag um mehr als 1 %.
- Die Äußerungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu einem vorsichtigen, datengestützten Ansatz bei Zinsentscheidungen stützten den USD und hielten Gold weiterhin unter Druck. Investoren werden diese Entwicklungen weiterhin genau beobachten. Watchlist: GOLD 2600-2685, US Oil: 66.50-72.42
Das TEFS-Analystenteam wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!



