Halbleiter lösen Markterholung aus 09/10/2024

Heiße Themen des Tages 09.10.2024.
Aktien in Bewegung:
- DocuSign Inc. legte zu, nachdem S&P Dow Jones Indices bekannt gab, dass das E-Signatur-Unternehmen vor Handelsbeginn am 11. Oktober in den S&P Midcap 400 Index aufgenommen wird.
- PepsiCo Inc. senkte seine Umsatzprognose und verwies dabei auf ein langsameres Wachstum sowie geopolitische Unsicherheiten. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, seine Gewinnziele durch Kosteneinsparungen und verbesserte Effizienz zu erreichen.
- WW International Inc. kündigte Pläne für eine günstigere Alternative zu Abnehmmedikamenten an, um mit Ozempic und Wegovy von Novo Nordisk A/S zu konkurrieren.
- Die Nvidia-Aktie nähert sich einem Allzeithoch, da die Wall Street mit einer starken Entwicklung in der kommenden Zeit rechnet. Analysten glauben, dass die hohe Nachfrage nach Nvidias neuer Blackwell-Chipreihe im kommenden Jahr für beeindruckende Ergebnisse sorgen wird.
Steckt MSFT in Schwierigkeiten?:
- Der Kursverlauf von Microsoft Corp. steht kurz davor, ein bärisches „Death Cross“-Signal auszulösen – ein Muster, das sich in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Dies tritt ein, wenn der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt, was auf einen Wechsel von einem kurzfristigen Rückgang zu einem möglichen längerfristigen Abwärtstrend hindeutet.
- Das letzte Mal, dass Microsoft einen Death Cross erlebte, war im März 2022 nach einem Rückgang von 16 %, woraufhin die Aktie im folgenden Jahr um weitere 45 % fiel. Während der aktuelle Rückgang – anders als frühere Umkehrungen – auf einen möglicherweise tieferen Abschwung hindeutet, sollten Trader nicht vorschnell allein aufgrund dieses Signals verkaufen. Subtilere technische Indikatoren könnten die Richtung der Aktie noch beeinflussen, was den Bullen etwas Hoffnung gibt.
Watchlist für heute: NVDA, SMCI, DOCU, COIN, PLTR, AFRM
Märkte & Handelsgeschehen heute:
- Chinesische Aktien führten am Mittwoch die Verluste an den asiatischen Märkten an, da schwache Wirtschaftsdaten und Pekings Zurückhaltung bei zusätzlichen Konjunkturmaßnahmen die Stimmung belasteten. Der CSI 300 Index fiel um bis zu 7,4 %, wobei die Sorge wächst, dass die jüngsten Stimulusmaßnahmen für eine nachhaltige Markterholung nicht ausreichen könnten.
- US-Aktienfutures blieben in der Nacht auf Dienstag nahezu unverändert, nach einer positiven Sitzung der wichtigsten Indizes. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average gaben um 26 Punkte bzw. 0,06 % nach, während die Futures auf S&P 500 und Nasdaq 100 um rund 0,1 % nachgaben.
- Der Markt hatte zuvor einen turbulenten Tag erlebt, wobei Technologieaktien die Gewinne anführten und die Ölpreise nachgaben. Investoren richten ihren Blick nun auf die bevorstehende Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls am Mittwoch um 14 Uhr ET sowie auf die Verbraucher- und Erzeugerpreisdaten für September, die am Donnerstag und Freitag erscheinen. Die Berichtssaison beginnt am Freitag mit Zahlen von Großbanken wie JPMorgan Chase und Wells Fargo.
Bitcoin
- Bitcoin (BTC) hielt sich stabil knapp über 62.000 US-Dollar, wobei Rücksetzer unter dieses Niveau schnell wieder aufgeholt wurden, das Handelsmuster insgesamt jedoch lustlos blieb. In den vergangenen 24 Stunden gab BTC um 1,2 % nach, im Einklang mit dem breiteren CoinDesk 20 Index. Ethereums Ether (ETH) blieb derweil relativ flach, während der native Token von Aptos (APT) mit einem Anstieg von 6 % Aufmerksamkeit erregte. Viele Krypto-Investoren hatten erwartet, dass der Oktober ein bullisches Monat werden würde, doch bislang sind die Preise flach geblieben oder gesunken.
- Auf lange Sicht scheint sich Bitcoin unterhalb seines Allzeithochs zu konsolidieren, was einige Trader, wie Bob Loukas, als mögliche Ausgangslage für eine starke Rally im kommenden Jahr sehen. In anderen Neuigkeiten deuten Analysten von Standard Chartered an, dass Solana (SOL) einen deutlichen Anstieg erleben könnte und im Falle eines Wahlsiegs von Donald Trump um bis zu 400 % zulegen könnte. Watchlist: Bitcoin: 59 700-63 510, Ethereum: 2320-2550, Solana: 133 -152.50
Devisenmarkt
- Das Paar EUR/USD setzte seine Erholung fort und erreichte im frühen europäischen Handel am Dienstag etwa 1,0985, da der US-Dollar leicht nachgab. Die Gewinne beim EUR/USD dürften jedoch begrenzt bleiben, da Trader von der US-Notenbank im November nur eine geringfügige Zinssenkung erwarten.
- Der japanische Yen stagnierte derweil bei seiner nächtlichen Erholung von einem fast zweimonatigen Tief gegenüber dem Dollar. Die Unsicherheit über eine mögliche Zinsanhebung der Bank of Japan begrenzt die Gewinne des Yen und stützt damit USD/JPY. Anhaltende geopolitische Spannungen könnten jedoch dem sicheren Hafen Yen zugutekommen und weitere Gewinne für das Paar begrenzen.
- Das Paar GBP/USD fand während der asiatischen Sitzung am Dienstag einige Käufer und durchbrach damit offenbar seine fünftägige Verlustserie, die es am Montag auf ein fast vierwöchiges Tief nahe der Marke von 1,3560 geführt hatte. Das Paar zeigt Erholungstendenzen, doch es bleibt abzuwarten, ob dieser Rebound an Fahrt gewinnt oder in den kommenden Sitzungen auf weiteren Widerstand stößt.
- Das Paar EUR/USD hielt sich am Dienstag stabil, konnte die Marke von 1,1000 nicht zurückerobern, stoppte aber seinen jüngsten Rückgang aus dem Bereich um 1,1200. Der Euro ist seit seinem Einjahreshoch Ende September um etwa 2,3 % gegenüber dem US-Dollar gefallen und ist zurück in den Bereich von 1,0950 gerutscht, während der Greenback insgesamt an Stärke gewinnt. Whatchlits: EUR/USD: 1.0947-1.1.1000, USD/JPY: 146-149.50
Grundstoffe
- Gold (XAU/USD) steht weiterhin den sechsten Tag in Folge unter Verkaufsdruck, hält sich jedoch knapp über dem am Dienstag erreichten Dreiwochentief. Trader nehmen vor der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls sowie der anstehenden US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag eine vorsichtige Haltung ein. Diese Ereignisse dürften Klarheit über den Zinspfad der Federal Reserve bringen und damit die Bewegungen des USD sowie die Goldpreise beeinflussen.
- Das Energieministerium (DoE) meldete einen Anstieg der strategischen Erdölreserve (SPR) um 0,3 Millionen Barrel zum 4. Oktober, wodurch die Bestände auf 382,9 Millionen Barrel stiegen – ein Plus von über 35 Millionen gegenüber dem Tiefstand im letzten Sommer, aber immer noch 252 Millionen Barrel unter dem Niveau bei Amtsantritt von Präsident Biden. Bei diesem Tempo würde es über fünf Jahre dauern, um wieder das Niveau von Januar 2020 zu erreichen. Watchlist: GOLD 2620-2685, US Oil: 71.60-77.50
Das TEFS-Analystenteam wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!



