Märkte liefern gemischte Ergebnisse 03/10/2024

Heiße Themen des Tages 03.10.2024.
Spannungen im Nahen Osten:
- Die Spannungen im Nahen Osten erreichten einen Siedepunkt, als Israel eine heftige Reaktion auf den beispiellosen Raketenbeschuss Irans auf Tel Aviv ankündigte, wodurch die Region am Rande eines totalen Krieges taumelt. Obwohl israelische Behörden keine Opfer meldeten, da die meisten Raketen abgefangen wurden, markiert der Angriff einen gefährlichen Wendepunkt. Teherans mutiger Schritt signalisiert seine Entschlossenheit, Israel zu zeigen, dass es nach Belieben zuschlagen kann, und verschiebt damit das Machtgleichgewicht.
- Die Märkte stellen sich auf die Auswirkungen ein. Verteidigungsaktien legen bereits kräftig zu, und nach einer langen ruhigen Phase könnten die Ölpreise vor einem starken Anstieg stehen, da die Angst vor möglichen Bedrohungen für die globale Rohölversorgung wächst. Könnte dieser Konflikt weitere wirtschaftliche Turbulenzen auslösen? Die Welt beobachtet die Lage genau.
Öl weiterhin im Fokus:
- Öl steigt bereits den dritten Tag in Folge, doch Trader ignorierten die Risiken im Nahen Osten größtenteils bis zum Dienstag und konzentrierten sich stattdessen auf die schwache Nachfrage in China und die steigende Förderung der OPEC+. Doch nun, da Israel eine „schmerzhafte“ Antwort ankündigt, rückt die Bedrohung der iranischen Ölinfrastruktur in den Fokus, was potenziell 1,8 Millionen Barrel pro Tag vom Markt nehmen und die Preise um 5 bis 10 US-Dollar je Barrel nach oben treiben könnte.
- Als Reaktion darauf sorgte am Mittwoch eine Welle von Rohöl-Optionen, die auf einen Ölpreis von 100 US-Dollar je Barrel wetten, für Aufsehen am Markt. Trader beeilten sich, sich gegen Angebotsschocks abzusichern, wobei einige direkt Call-Optionen mit einem Basispreis von 100 US-Dollar kauften. Andere wiederum setzten auf Spreads, indem sie 100-Dollar-Calls mit 120-Dollar-Optionen kombinierten, um mögliche Gewinne zu begrenzen und sich gleichzeitig gegen einen deutlichen Preisanstieg abzusichern. Mit der eskalierenden Anspannung spiegeln die Ölwetten die wachsende Unruhe am Markt wider.
US-Vorbörse & Handelsgeschehen heute:
Weitere Arbeitsmarktdaten erwarten die Investoren am Donnerstag mit der Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Das Hauptereignis für Trader – und für die Federal Reserve, die sich in einem Zinssenkungszyklus befindet – ist jedoch der Arbeitsmarktbericht für September, der am Freitagmorgen ansteht. Investoren erwarten am Donnerstag weitere Arbeitsmarktdaten, darunter die wöchentlichen Erstanträge. Der Hauptfokus liegt jedoch weiterhin auf dem Septemberbericht am Freitag, der für Trader und die Federal Reserve auf ihrem Kurs der Zinssenkungen entscheidend sein wird.
Watchlist für heute: LEVI, HUM, NKE, TSLA, COIN, STZ, PINS
Bitcoin & Krypto
- Bitcoin setzte seinen Rückgang am Mittwoch um etwa 1 % fort und notierte bei rund 60.300 US-Dollar. Spekulanten, die auf den typischen Oktober-Anstieg gehofft hatten, wurden früh enttäuscht, da die wachsenden Spannungen im Nahen Osten für Vorsicht an den globalen Märkten sorgten. In letzter Zeit bewegen sich digitale Assets im Gleichlauf mit Aktien, was darauf hindeutet, dass derzeit makroökonomische Faktoren wie die Geldpolitik den Bitcoin-Preis maßgeblich beeinflussen.
- Ripple hat von der Dubai Financial Services Authority eine „grundsätzliche Genehmigung“ erhalten, um seine Geschäftstätigkeit in Dubai auszuweiten. Dies erlaubt dem Unternehmen, grenzüberschreitende Zahlungsdienste vom Dubai International Financial Centre aus anzubieten, und treibt sein Ziel voran, effiziente Zahlungslösungen bereitzustellen und seine globale Präsenz als regulierte Einheit zu stärken. Watchlist: Bitcoin: 60 148-66 510, Ethereum: 2402-2736, Solana: 142.10 -162.50
Devisenmarkt
- Der US-Dollar legte während der asiatischen Sitzung am Donnerstag gegenüber den meisten wichtigen Währungen zu. Er erreichte gegenüber dem Euro ein Dreiwochenhoch von 1,1032 und gegenüber dem Schweizer Franken ein Einwochenhoch von 0,8511, gegenüber den Schlusskursen des Vortags von 1,1045 bzw. 0,8497. Auch gegenüber dem Pfund stieg der Dollar auf 1,3245, verglichen mit 1,3267 am Vortag.
- Der Yen setzte seinen Rückgang am Donnerstag fort und weitete den Verlust auf 2,9 % aus, ausgelöst durch Äußerungen des japanischen Premierministers Shigeru Ishiba, wonach die Wirtschaft noch nicht für eine weitere Zinsanhebung bereit sei. Whatchlits: EUR/USD: 1.1046-1.1215, USD/JPY: 141.65-146.60
Grundstoffe
- Die Ölpreise zeigten sich trotz eines Anstiegs von 2 % am Mittwochmorgen vorsichtig; Brent-Rohöl legte um 1,56 % auf 74,71 US-Dollar je Barrel zu, während West Texas Intermediate (WTI) um 1,66 % auf 70,99 US-Dollar stieg und damit die Marke von 70 US-Dollar überschritt. Die Preise könnten jedoch weiter steigen, sollte Israel seine Drohung wahrmachen, iranische Öl- und Gasinfrastruktur als Vergeltung ins Visier zu nehmen.
- Die Spotgoldpreise gaben zunächst nach, erholten sich jedoch dank sicherer-Hafen-Käufe, nachdem der Iran Israel angegriffen hatte. Am heutigen Morgen gab Gold leicht nach, wobei den Käufern die Dynamik fehlte, um den Preis weiter nach oben zu treiben. Während eine Konsolidierung im Gange sein könnte, bleiben Rekordhochs in Reichweite. Ein Schlusskurs unter 2.600 US-Dollar könnte jedoch einen deutlicheren Rückgang und einen Bruch des aktuellen Trends signalisieren. Watchlist: GOLD 2600-2685, US Oil: 66.50-72.42
Das TEFS-Analystenteam wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!



