Wieder ein typischer grüner Tag an den Märkten 12.11.2024

Top-Themen des Tages
Aktien in Bewegung:
- Die Aktien von AbbVie (ABBV) stürzten um 12 % ab, nachdem das Pharmaunternehmen enttäuschende Ergebnisse aus den Studien seines experimentellen Schizophrenie-Medikaments meldete. Das Medikament zeigte in zwei Phase-2-Studien keine statistisch signifikante Verbesserung der Symptome, was Bedenken über seine Aussichten aufwirft.
- Die Aktie von Super Micro Computer (SMCI) fiel um 8 % und setzte damit ihren Abwärtstrend fort, seit Ernst & Young Ende Oktober als Wirtschaftsprüfer des Unternehmens zurückgetreten war. Der Rücktritt sowie ungeprüfte Quartalsergebnisse mit schwächer als erwarteten Umsätzen belasten die Anlegerstimmung erheblich.
- Die Tesla-Aktie (TSLA) stieg um 7 % und setzte damit die Rallye von 29 % aus der vergangenen Woche fort. Investoren bleiben optimistisch, dass eine Trump-Regierung dem Elektrofahrzeug-Riesen und seinem CEO Elon Musk zugutekommen könnte, was das Wachstum des Unternehmens weiter befeuern dürfte.
- Auch kryptobezogene Aktien verzeichneten deutliche Gewinne, da der Aufwärtstrend von Bitcoin anhielt. MARA Holdings schoss um 30 % nach oben, liegt aber weiterhin 26 % unter ihrem Februar-Höchststand. Der Bitcoin-Miner Cleanspark stieg um fast 30 %, ist aber noch 29 % von seinem März-Hoch entfernt. MicroStrategy kletterte um 25,7 % und erreichte im Intraday-Handel ein 52-Wochen-Hoch. Die Coinbase-Aktie sprang um 20 % und erreichte ebenfalls ein neues Hoch.
Watchlist für heute: HD, LYV, SHOP, ONON, TSN, COIN, TSLA, SMCI
Märkte & heutiges Geschehen:
- Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum gaben größtenteils nach, da die Nachwahl-Rallye in den USA kein regionales Vertrauen wecken konnte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um 1,96 %, während der japanische Nikkei 225 um 0,92 % nachgab und der Topix nahe der Nulllinie verharrte. Händler in der Region analysieren zudem wichtige Wirtschaftsdaten, darunter die australische Umfrage zur Geschäftslage und die indonesischen Einzelhandelsumsätze für September. Die europäischen Märkte dürften unterdessen mit Verlusten in den Handel starten, während Anleger auf entscheidende Inflationsdaten warten.
- In den USA verzeichneten die Aktien-Futures am Dienstagfrüh leichte Verluste. Die Futures des Dow Jones Industrial Average gaben 57 Punkte (0,13 %) ab, während S&P 500- und Nasdaq-100-Futures ebenfalls um 0,1 % nachgaben. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Veröffentlichung der Verbraucher- und Erzeugerpreisindizes später in dieser Woche, nach der jüngsten Zinssenkung der Federal Reserve. Auch die Ergebnisse von Home Depot und Shopify, die für Dienstag erwartet werden, dürften genau beobachtet werden. Werden Inflationsdaten und Unternehmensgewinne einen neuen Katalysator für die globalen Märkte liefern, oder wird die Unsicherheit die Anlegerstimmung weiter belasten?
Bitcoin
- Bitcoin näherte sich am Montag der Marke von 90.000 $, stieg um 12 % auf 89.100 $, nachdem er am Vortag die 80.000-$-Marke durchbrochen hatte. Viele erwarten, dass er bis Jahresende die 100.000-$-Marke erreicht. Während der Optimismus über die kryptofreundliche Politik des designierten Präsidenten Donald Trump die Stimmung angeheizt hat, sehen Analysten das April-Halving als Hauptursache. Das Halving reduzierte die Mining-Belohnungen von 6,25 BTC auf 3,125 BTC und schuf so eine Angebotsverknappung. „Es gibt bei den aktuellen Preisen nicht genug Angebot, um die Nachfrage zu decken“, erklärte ein Experte und betonte die Notwendigkeit von Preissteigerungen, um den Markt auszugleichen.
- Bitcoin-ETFs, die im Januar eingeführt wurden, haben die Nachfrage weiter verstärkt: US-ETFs kauften am 11. November 13.940 BTC, verglichen mit nur 450 geschürften BTC. Jesse Myers von Onramp Bitcoin betonte, dass die Post-Halving-Dynamik die „Hauptgeschichte“ sei, ähnlich wie bei früheren Halvings in den Jahren 2012, 2016 und 2020. Ist der Anstieg von Bitcoin nachhaltig, oder stehen wir am Rande einer weiteren spekulativen Blase?Watchlist: Bitcoin: 77.000-90.000, Ethereum: 3000-3180, Solana: 200-225
Forex
- Das Paar EUR/USD verlängerte seine Verluststrecke auf die dritte Sitzung in Folge und fiel während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag auf rund 1,0640. Der Euro sieht sich weiterhin Gegenwind ausgesetzt, da die Europäische Zentralbank (EZB) signalisiert, aggressivere Zinssenkungen als die US-Notenbank vornehmen zu können. Zusätzlicher Druck entsteht durch Bedenken über die potenziell negativen Auswirkungen der unter dem designierten US-Präsidenten Donald Trump erwarteten Fiskalpolitik auf die europäische Wirtschaft.
- Der japanische Yen (JPY) verzeichnete unterdessen eine Erholung im Tagesverlauf, gewann 50-60 Pips gegenüber dem US-Dollar und trieb das Paar USD/JPY zuletzt in den mittleren Bereich von 153,00. Die Erholung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spekulationen, dass die japanischen Behörden am Devisenmarkt intervenieren könnten, um den Yen zu stützen. Zwar hat dies der Währung etwas Unterstützung verliehen, doch bleiben ihre Gewinne durch anhaltende Unsicherheit über die mögliche Zinserhöhungsstrategie der Bank of Japan begrenzt. Werden sich diese Trends am Devisenmarkt angesichts divergierender Zentralbankpolitik und drohender Interventionsrisiken fortsetzen, oder könnte eine Verschiebung der wirtschaftlichen Bedingungen die Dynamik umkehren?Watchlist: EUR/USD: 1,0630-1,0800, USD/JPY: 151-155
Grundstoffe
- Die Goldpreise (XAU/USD) bleiben nahe einem Einmonatstief gedämpft und notieren während der asiatischen Sitzung am Dienstag knapp über 2.600 $. Das Edelmetall steht weiterhin unter Druck, da der US-Dollar auf einem Vier-Monats-Hoch stark bleibt, angetrieben durch Optimismus über die vom designierten US-Präsidenten Donald Trump vorgeschlagenen expansiven Fiskalmaßnahmen. Erhöhte Renditen von US-Staatsanleihen belasten zudem die Attraktivität von Gold als renditelose Anlage. Hoffnungen, dass Trumps Zölle und Unternehmenssteuersenkungen die Inflation weiter anheizen, stützen zusätzlich die Anleihemärkte und verstärken die Abwärtsdynamik bei Gold. Da sich die Preise nahe einer kritischen Unterstützung befinden: Signalisiert ein Durchbruch unter 2.600 $ weitere Verluste, oder könnte eine Verschiebung der Marktdynamik Gold etwas Erleichterung bringen?
- Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel am Montag unter 70 $ pro Barrel, da der Hurrikan Rafael abschwächte und damit die Wahrscheinlichkeit von Störungen der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko sank. Zusätzlich wurden die Ölpreise durch eine gedämpfte Marktstimmung hinsichtlich der chinesischen Ölnachfrage belastet. Laut Reuters blieb das jüngste von der chinesischen Regierungspartei angekündigte Konjunkturpaket hinter den Erwartungen zurück, was den Optimismus der Händler dämpfte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Brent-Rohöl bei 73,30 $ pro Barrel, während WTI bei 69,69 $ pro Barrel lag. Könnten diese Entwicklungen auf eine anhaltende Schwäche der Ölpreise hindeuten, oder könnte eine Verschiebung der globalen Nachfragedynamik Unterstützung bieten?Watchlist: GOLD 2600-2700, US Oil: 65.20-73.20
Das TEFS-Analystenteam wünscht Ihnen einen erfolgreichen Tag!



